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Filmkomiker & Miesmolch

Einer der größten Filmkomiker aus den USA. Er wird in einer Reihe mit den Marx Brothers und Laurel & Hardy genannt. Wie bei diesen ist sein Humor eine Mischung aus Akrobatik und Wortwitz.

Im deutschsprachigen Raum ist er weitgehend unbekannt, obwohl Filme wie "The Bankdick" oder "It´s a Gift" brüllend komische Slapstickkomödien sind. Seine Filme wurden nie deutsch synchronisiert und liefen erst 1971 mit Untertiteln im NDR-Fernsehen.

Er spielte hinterhältige, ja bösartige Typen. Im ständigen Kampf mit der Umwelt. Fields ist am ehesten zu vergleichen mit Hans Moser, Louis de Funes oder "Ekel Alfred". Diese waren bei aller Meckerei und Hinterhältigkeit aber eher gutmütig und liebenswert. Die Rollen von W.C.Fields sind aber alles andere als liebenswürdig. Wer schrägen, destruktiven Humor mag, wird ihn lieben.

"Ich bin frei von Vorurteilen. Ich hasse alle gleich." So beschreibt er wohl selbst seine Lebensauffassung. "Keiner ist wie er.... Gott sei Dank." sagte Mae West über ihn. W.C. Fields war abonniert auf Rollen des unterdrückten, gedemütigten, trinkfesten Griesgrams, der Kinder, Hunde, alles und jeden hasste. In seinen Filmen macht er vieles, was fast jeder von uns auch gerne machen würde, sich aber nicht traut. Das offene Bekenntnis zu Bosheit und hinterhältiger Aggression hebt seine Komödien von dem üblichen Mainstream im amerikanischen Kino der 30er Jahre ab.


Er hatte ein böses Schandmaul und spuckte Gift und Galle. Er war bekennender Trinker, aber nie wurde er am Filmset betrunken gesehen. Seine sehenswerte dicke rote Nase war auch das Resultat von Kneipenschlägereien in seiner Jugend, in der er als Poker- und Billardprofi auf nicht ganz ehrliche Weise sein Brot verdiente.

Seine ersten großen Filmerfolge hatte er in den 20er Jahren. Hier demonstrierte er sein in jahrelangen Varieteauftritten perfektioniertes Timing. In dieser Zeit galt er als einer weltbesten Jongleure und wird heute noch in der einschlägigen Literatur gefeiert.



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Aber erst der Tonfilm brachte Fields den Durchbruch. Seine nuschelnde Reibeisenstimme war genau richtig für seine Gemeinheiten, Wichtigtuereien und durchtriebenen Hinterhältigkeiten.

Trotz seiner Leibesfülle bewegte er sich wie eine Katze. Er konnte nebenbei eine Zigarre durch die Luft wirbeln und eine Treppe hinunterfallen, ohne den Drink in der Hand zu verschütten. Bei Zweikämpfen mit widerborstigen Golfschlägern oder Billardstöcken schien die Schwerkraft aufgehoben.

Neben seiner Arbeit für den Film erhielt er Ende der 30er Jahre eine eigene Radio-Show. 1940 erregte er mit dem Buch "Fields for President" Aufsehen, in dem er harsche Kritik an der amerikanischen Regierung übte. Desweiteren war er ein talentierter Cartoonzeichner.

Bekannt war er für seine bösen Sprüche:

Als Laurel & Hardy älter wurden, wirkten ihre Slapstickszenen manchmal peinlich und jeder sah, daß sie alt wurden. Doch den nörgelnden Misanthropen kauft das Publikum auch einem älteren Schauspieler ab. Hans Moser, Louis de Funes, Karl Valentin, Groucho Marx und auch W. C. Fields konnten bis zum Ende ihrer Karriere überzeugen.

Man sagt ihm nach, daß er im wirklichen Leben genauso war, wie in seinen Filmen. Er hasste angeblich mehr Dinge auf der Welt, als er liebte. Am meisten hasste er Weihnachten. Er starb 1946 am 1. Weihnachtstag...



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(c) 2010 by Peter Hammer - Last update: Samstag, 24. April 2010


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